Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik

Das KIS betreibt Grundlagenforschung in der Astronomie und Astrophysik mit besonderem Schwerpunkt in der Sonnenphysik und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Wir betreiben federführend die Sonnenteleskope im Observatorio del Teide auf Teneriffa, sowie das alte Sonnenobservatorium auf dem Schauinsland bei Freiburg. Ebenso bieten wir Lehrveranstaltungen an der Universität Freiburg und bilden wissenschaftlichen Nachwuchs aus.

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Aurorae, auch Polarlichter genannt, werden auf allen Planeten unseres Sonnensystems beobachtet, die ein Magnetfeld besitzen.  Die Leuchterscheinungen werden durch elektrische Ströme in der Magnetosphäre erzeugt, durch die bei polaren Breiten hochenergetische Elektronen in die oberen Atmosphärenschichten eindringen.  Bei den Gasriesen wird neben dem optischen Phänomen auch stark polarisierte Radiostrahlung im Kilo- und Megahertz-Frequenzbereich erzeugt.

Im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit ist das KIS mit Svetlana Berdyugina an einer Kampagne beteiligt, bei der gleichzeitig im optischen und im Radiobereich spektroskopische Beobachtungen eines Sterns durchgeführt werden, welcher im Herztsprung-Russell-Diagramm am Ende der stellaren Hauptreihe zu finden ist, an der Grenze zu den Braunen Zwergen.  Die von diesem Objekt empfangene Radio- und optische Strahlung wird auf ein System elektrischer Ströme zurückgeführt.  Im Gegensatz zu Sonnen-ähnlichen Sternen, bei denen die magnetische Aktivität durch Vorgänge in unteren Atmosphärenschichten angetrieben wird, laufen die Prozesse hier weit außerhalb in der Magnetosphäre ab, wobei die umgesetzte Energie anschließend an tiefer liegende Schichten weitergegeben wird.  Die beteiligten Energien sind dabei mindestens vier Größenordnungen höher als die in der Jupiter-Magnetosphäre.  Die Ergebnisse zeigen das Polarlichter ein wesentlicher Bestandteil ausgedehnter stellarer Magnetosphären sind und Leuchtkräfte erreichen können, welche diejenigen in unserem Sonnensystem weit übersteigen. Die beteiligten elektrischen Stromsysteme spielen möglicherweise auch ein Rolle bei den auf Braunen Zwergen beobachteten Wetterphänomenen.

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Neuigkeiten

The 3rd SOLARNET / 7th HELAS / SpaceInn international conference "The Sun, the stars, and Solar-stellar relations" will take place in Freiburg (Germany) between 31 August - 4 September 2015, organized by the Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik (KIS). SOLARNET (High-resolution Solar Physics Network) is an international project promoted by the European Association for Solar Telescopes (EAST) and funded by the European Commission FP7. HELAS is the European Helio- and Asteroseismology Network, which aims at coordinating the activities of the research groups active in helio-and asteroseismology. The purpose of this conference is to discuss the latest questions and results in solar and stellar physics. Solar and stellar seismology will be one particular focus but contributions on all aspects of solar-stellar relations will be welcome. We aim to establish links and synergies between the day- and night-time fields of astrophysics. In detail the following topics will be addressed in individual sessions as showed in the Scientific Program. Furthermore new and upcoming projects and missions shall be presented. Graduate students and early-career postdocs are particularly invited to participate in the conference to present their research work and to meet and discuss with their more senior colleagues. A limited amount of financial resources shall be available to grant travel support. Contact: mroth(at)kis.uni-freiburg.de...

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